Die Berieselung der Gradierwerke und der Solezerstäuber sind bis November 2024 in Betrieb

Gradierwerke Salinental – freier Atem, frische Salzbrise

Erfrischende salzhaltige Luft ganz wie am Meer einatmen. Den wohltuenden Effekt für Atemwege, Bronchien und Haut genießen. Eine einzigartige Kulturlandschaft erleben. Ruhe und Erholung. Das alles ist das Salinental.

Heilquellen, Gradierwerke, Wasserräder

Das Salinental zwischen Bad Kreuznach und Bad Münster bildet eine unverwechselbare  Gesundheitslandlandschaft. Gradierwerke mit einer Gesamtlänge von 1,1 km, jedes Gradierwerk mit einer Höhe von 9 m, reihen sich aneinander. Diese gewaltigen Heckenwände, an denen beidseitig Salzwasser herabrieselt (Sole), bilden Europas größtes Freiluftinhalatorium. Ein Spaziergang ist nicht nur eine Wohltat für Ihre Gesundheit, sondern auch eine Reise in die Geschichte der Salzgewinnung.
Hier, wo die Nahe sich durch ein beeindruckendes Bergmassiv windet, wurde bereits vor 400 Jahren Salz gewonnen. Im Nahetal gibt es zahlreiche Salzquellen. Das Mineralwasser hat einen Salzgehalt von etwa 1,5 %. Aus ihr gewann man 270 Jahre lang Salz. Dabei galt es, den Salzgehalt in der Sole bis auf 26 % zu steigern. Die Gradierwerke bildeten hierfür einen entscheidenden Zwischenschritt. Im 18. Jahrhundert erfand Freiherr von Beust das Verfahren der Tröpfelgradierung. Auf großen Gestellen mit Schwarzdornhecken rieselt das Thermalwasser herab. Durch die natürliche Verdunstung steigert sich der Salzgehalt. Siebenmal wurde die Sole mit Wasserrädern heraufgepumpt und rann langsam hinab. Nach einer Woche kann somit ein Salzgehalt von 15 bis 20 Grad erreicht werden. Vom Gradierwerk kam die Sole dann in die Siederei, wo das Salz erzeugt wurde.
Heute gewinnt man das salzhaltige Wasser aus einer 500 m tiefen Quelle im Salinental. Sie speist die Gradierwerke, das Freiluftinhalatorium im Kurpark mit dem historischen Solezerstäuber, das Thermalbad und das Crucenia Gesundheitszentrum.
Das Salinental ist ein Gesamtensemble der Salzproduktion. Triebwerkgräben, Wasserräder, Gradierwerke, Siederei und Arbeiterhäuser wurden über 100 Jahre zur Salzgewinnung genutzt. All das wäre längst verschwunden, wenn nicht der Arzt Johann Peter Prieger 1817 die Heilkraft der Salzquellen entdeckt und genutzt hätte. Seitdem wird bis heute das Heilwasser für Kuren genutzt.

Sanierung von zwei Gradierwerken ist 2024 abgeschlossen

Im laufenden Jahr hat die GuT am Gradierwerk im Kurpark Bad Münster am Stein und dem größten Gradierwerk des Salinentales (Nr.4) Sanierungsarbeiten für ca. 500.000 € vorgenommen. Ein kleinerer Teil des 150 Meter langen Gradierwerks im Kurpark Bad Münster ist derzeit noch nicht bedornt. Hier werden bis Ende März für 75.000 € Arbeiten zur Erneuerung der Holzkonstruktion durchgeführt, bevor die mit 240.000 € veranschlagte Neubedornung erfolgen kann. Dann wäre die Komplettsanierung abgeschlossen. Ob dies tatsächlich möglich ist, entscheidet sich in den Haushaltsberatungen.

Das gilt auch für das Gradierwerk 4 – die neun Meter hohen Dornwände der 320 Meter langen Anlage müssen in den kommenden Jahren komplett ausgetauscht werden. Ein A Die turnusmäßige Sanierung des großen Gradierwerks, das die Wiese zwischen Schwimmbad und Sportanlagen flankiert, wird ab 2024 bis voraussichtlich 2027 insgesamt 1,2 Millionen Euro kosten. In Jahr 2024 wurde die ganze Südseite komplett erneuert. Die Nordseite wird im kommenden Jahr folgen.  Die Stadt Bad Kreuznach verfügt über sieben große Gradierwerke mit einer Gesamtlänge von 1250 Metern und damit über den flächenmäßig größten erhaltenen Gradierwerkpark. Dazu kommt das beliebte Inhalatorium im Kurpark Bad Kreuznach.

Freiluftinhalatorium Salinental

Tourist-Information Bad Kreuznach

Kurhausstr. 22-24

55543 Bad Kreuznach

Tel. 0671 8360050

Öffnungszeiten

Ostern - November (witterungsabhängig) 8.00 - 21.00 Uhr sind die Gradierwerke und der Solezerstäuber in Betrieb. Eintritt frei.

E-Mail schreiben

Facebook

Jetzt folgen

Videos

Alle Videos

Bildgalerie

Stadtrundgang