Gradierwerke im Salinental – freier Atem dank frischer Salzbrise

Erfrischende salzhaltige Luft ganz wie am Meer einatmen. Den wohltuenden Effekt für Atemwege, Bronchien und Haut genießen. Eine einzigartige Kulturlandschaft erleben. Ruhe und Erholung. Das alles ist das Salinental.

Winterruhe für Gradierwerke - Beginn der neuen Saison Ostern 2020

Aufgrund der Witterung beenden ab 15.11.2019 alle Gradierwerke   in Bad Kreuznach und Bad Münster am Stein-Ebernburg die Saison und gehen in die Winterruhe.  Derzeit wird der Umbau eines Gradierwerks im Salinental mit schadhafter Solewanne für eine Million Euro abgeschlossen und ein Gradierwerk im Kurpark Bad Kreuznach wird mit Dornen bestückt. Die Saisoneröffnung ist für Ostern 2020, Anfang April, geplant, soweit nicht Schnee und Eis dem entgegen stehen. Mit der Teilerneuerung der Bedornung des Gradierwerks an der Salinenbrücke und der Sanierung der Betonwanne des mehr als 250 Meter langen Gradierwerks an der Baustelle des neuen Kombibades stehen im kommenden Jahr zwei Großprojekte bei der Unterhaltung der Gradierwerke auf dem Programm.

 

Heilquellen, Gradierwerke, Wasserräder

Das Salinental zwischen Bad Kreuznach und Bad Münster bildet eine unverwechselbare  Gesundheitslandlandschaft. Gradierwerke mit einer Gesamtlänge von 1,1 km, jedes Gradierwerk mit einer Höhe von 9 m, reihen sich aneinander. Diese gewaltigen Heckenwände, an denen beidseitig Salzwasser herabrieselt (Sole), bilden Europas größtes Freiluftinhalatorium. Ein Spaziergang ist nicht nur eine Wohltat für Ihre Gesundheit, sondern auch eine Reise in die Geschichte der Salzgewinnung.
Hier, wo die Nahe sich durch ein beeindruckendes Bergmassiv windet, wurde bereits vor 400 Jahren Salz gewonnen. Im Nahetal gibt es zahlreiche Salzquellen. Die Sole hat einen Salzgehalt von etwa 1,5 %. Aus ihr gewann man 270 Jahre lang Salz. Dabei galt es, den Salzgehalt in der Sole bis auf 26 % zu steigern. Die Gradierwerke bildeten hierfür einen entscheidenden Zwischenschritt. Im 18. Jahrhundert erfand Freiherr von Beust das Verfahren der Tröpfelgradierung. Auf großen Gestellen mit Schwarzdornhecken rieselt die Sole herab. Durch die natürliche Verdunstung steigert sich der Salzgehalt. Siebenmal wurde die Sole mit Wasserrädern heraufgepumpt und rann langsam hinab. Nach einer Woche kann somit ein Salzgehalt von 15 bis 20 Grad erreicht werden. Vom Gradierwerk kam die Sole dann in die Siederei, wo das Salz erzeugt wurde.
Heute gewinnt man das salzhaltige Wasser aus einer 500 m tiefen Quelle im Salinental. Sie speist die Gradierwerke, das Freiluftinhalatorium im Kurpark mit dem Solezerstäuber, das Thermalbad und das Crucenia Gesundheitszentrum.
Das Salinental ist ein Gesamtensemble der Salzproduktion. Triebwerkgräben, Wasserräder, Gradierwerke, Siederei und Arbeiterhäuser wurden über 100 Jahre zur Salzgewinnung genutzt. All das wäre längst verschwunden, wenn nicht der Arzt Johann Peter Prieger 1817 die Heilkraft der Salzquellen entdeckt und genutzt hätte. Seitdem wird bis heute die Sole für Kuren genutzt. Sowohl als Inhalationskur als auch als Badekur hat das Heilmittel Sole vor allem bei rheumatischen Erkrankungen, bei muskulären Leiden oder Gelenkbeschwerden, bei Asthma oder Hautkrankheiten seine Bedeutung behalten.

Salinental Bad Kreuznach

Karlshalle und Theodorshalle (B 48), 55545 Bad Kreuznach

Tel. 0671 8360050

Öffnungszeiten

Ostern - November (witterungsabhängig) 8.00 - 21.00 Uhr sind die Gradierwerke in Betrieb. Eintritt frei.

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