Gradierwerke im Salinental – freier Atem dank frischer Salzbrise

Erfrischende salzhaltige Luft ganz wie am Meer einatmen. Den wohltuenden Effekt für Atemwege, Bronchien und Haut genießen. Eine einzigartige Kulturlandschaft erleben. Ruhe und Erholung. Das alles ist das Salinental.

Gradierwerke im Salinental sind zum Teil in Betrieb

Wegen der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus gehen die Gradierwerke und der Solezerstäuber im Kurpark Bad Kreuznach und im Kurpark Bad Münster am Stein  vorerst nicht in Betrieb. Die Soleberieselung bei fünf Gradierwerken im Salinental ist aktiviert. Die Galerien der Gradierwerke sind nicht zugänglich. Seit dem 23.3. sind weitgehende Einschränkungen für den Aufenthalt im öffentlichen Raum verordnet, deren Einhaltung auch bei Spaziergängen im Salinental zu beaachten ist. Das bedeutet, dass nicht mehr als zwei Personen bzw. Familien gemeinsam unterwegs sein dürfen. Personenansammlungen sind ansonsten grundsätzlich verboten. Es ist stets ein Abstand zu anderen Spaziergängern von zwei Metern einzuhalten. Bitte beachten Sie diese Auflagen im Interesse Ihrer Gesundheit und der Gesundheit ihrer Mitmenschen.

Einbau von Schwarzdorn in das Gradierwerk

Heilquellen, Gradierwerke, Wasserräder

Das Salinental zwischen Bad Kreuznach und Bad Münster bildet eine unverwechselbare  Gesundheitslandlandschaft. Gradierwerke mit einer Gesamtlänge von 1,1 km, jedes Gradierwerk mit einer Höhe von 9 m, reihen sich aneinander. Diese gewaltigen Heckenwände, an denen beidseitig Salzwasser herabrieselt (Sole), bilden Europas größtes Freiluftinhalatorium. Ein Spaziergang ist nicht nur eine Wohltat für Ihre Gesundheit, sondern auch eine Reise in die Geschichte der Salzgewinnung.
Hier, wo die Nahe sich durch ein beeindruckendes Bergmassiv windet, wurde bereits vor 400 Jahren Salz gewonnen. Im Nahetal gibt es zahlreiche Salzquellen. Die Sole hat einen Salzgehalt von etwa 1,5 %. Aus ihr gewann man 270 Jahre lang Salz. Dabei galt es, den Salzgehalt in der Sole bis auf 26 % zu steigern. Die Gradierwerke bildeten hierfür einen entscheidenden Zwischenschritt. Im 18. Jahrhundert erfand Freiherr von Beust das Verfahren der Tröpfelgradierung. Auf großen Gestellen mit Schwarzdornhecken rieselt die Sole herab. Durch die natürliche Verdunstung steigert sich der Salzgehalt. Siebenmal wurde die Sole mit Wasserrädern heraufgepumpt und rann langsam hinab. Nach einer Woche kann somit ein Salzgehalt von 15 bis 20 Grad erreicht werden. Vom Gradierwerk kam die Sole dann in die Siederei, wo das Salz erzeugt wurde.
Heute gewinnt man das salzhaltige Wasser aus einer 500 m tiefen Quelle im Salinental. Sie speist die Gradierwerke, das Freiluftinhalatorium im Kurpark mit dem Solezerstäuber, das Thermalbad und das Crucenia Gesundheitszentrum.
Das Salinental ist ein Gesamtensemble der Salzproduktion. Triebwerkgräben, Wasserräder, Gradierwerke, Siederei und Arbeiterhäuser wurden über 100 Jahre zur Salzgewinnung genutzt. All das wäre längst verschwunden, wenn nicht der Arzt Johann Peter Prieger 1817 die Heilkraft der Salzquellen entdeckt und genutzt hätte. Seitdem wird bis heute die Sole für Kuren genutzt. Sowohl als Inhalationskur als auch als Badekur hat das Heilmittel Sole vor allem bei rheumatischen Erkrankungen, bei muskulären Leiden oder Gelenkbeschwerden, bei Asthma oder Hautkrankheiten seine Bedeutung behalten.

Salinental Bad Kreuznach

Karlshalle und Theodorshalle (B 48), 55545 Bad Kreuznach

Tel. 0671 8360050

Öffnungszeiten

Ostern - November (witterungsabhängig) 8.00 - 21.00 Uhr sind die Gradierwerke in Betrieb. Eintritt frei.

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