Brückenhäuser auf der Alten Nahebrücke

Architektonische Delikatessen und Wahrzeichen Bad Kreuznachs sind die Brückenhäuser, die ab 1480 aus Raumnot erbaut wurden.

Die Brückenhäuser sind in Holzfachwerk-Bauweise errichtet und stehen auf der Alten Nahebrücke. Sie wurde als steinerne Brücke 1300 erbaut. Auf acht Pfeilern überbrückte sie die beiden Arme der Nahe, die die Stadt durchfließen: die Nahe und den Mühlenkanal. Nur die Brücke über den Mühlenkanal ist in ihrer historischen Form als Pfeilerbrücke erhalten. Die Alte Nahebrücke war Kreuzungspunkt zweier Fernstraßen und diente damals auch als ein Teil des Stadtmauerrings. Eigentlich durfte man diese Brücke nicht bebauen. Aber weil es in der Stadt im Mauerring zu eng wurde, errichteten Bürger nach und nach zwischen 1480 und 1600 auf den Pfeilern diese "Schwarzbauten". Die Pulverkammern der Brückenbefestigung dienten später als Keller der Brückenhäuser.

Besonders eindrucksvoll ist der Anblick der Brückenhäuser von der Geißenbrücke am Mühlenteich, nur wenige Schritte von der Pauluskirche entfernt.
Von diesem Blickpunkt aus lässt sich die charakteristische Bauweise erkennen. Den überstehenden Hausteil stützen Holzverstrebungen ab, dadurch findet das Hochwasser so gut wie keine Angriffsfläche. In der Vorderfront eines Brückenhauses ist eine Kanonenkugel angebracht, ein Andenken aus der Zeit der Belagerung und Eroberung der Stadt durch Spanier und Schweden im 30-jährigen Krieg (1620 und 1632).

 

 

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