Zur Geschichte der Stadt

Bad Kreuznach kann auf eine lange und bewegte Geschichte zurückblicken. Nachweislich siedelten hier bereits steinzeitliche Menschen, später folgten Kelten und Römer. Und schließlich war Bad Kreuznach auch einmal Teil Frankreichs und Preußens.

Kurgeschichte & Zeitzeugen

Bad Kreuznach ist seit 200 Jahren Heilbad. Wissenswertes über die Anfänge und die Entwicklung dieses wichtigen Standbeins unserer Stadt erfahren Sie hier.

Und wenn Sie sich persönlich ein Bild von der Stadtgeschichte machen wollen, besuchen Sie doch unser gut ausgestattetes Stadtarchiv oder die Heimatwissenschaftliche Zentralbibliothek. Verschaffen Sie sich einen ersten Einblick ins Angebot dieser beiden Institutionen.

Geschichtsabriss

Die Neustadt (B. Zapp)

Cruciniacum – so heißt die keltische Siedlung, die im 5. Jahrhundert v. Chr. am Naheufer gegründet wird. Zeugnisse des römischen Lebens, das rund vier Jahrhunderte währt, sind heutzutage in der Römerhalle und mit den Überresten der Römervilla zu bestaunen. In die ersten drei Jahrhunderte nach der Zeitenwende fällt auch die Einführung des Weinbaus, der noch heute die Landschaft rund um Bad Kreuznach prägt. Aber eines nach dem anderen: Folgen Sie uns auf eine informative Tour durch die bewegte Historie unserer Stadt ...

Chronologie: 2.200 Jahre Siedlungsgeschichte

Rittermahl in der Kauzenburg

Frühzeit und Mittelalter

  • 200 vor Christus siedeln sich die Kelten an. In den Wäldern beiderseits der Nahe finden sich auf den Höhen Reste von keltischen Ringwällen.
  • Um Christi Geburt bis zum 4. Jahrhundert gehört „Cruciniacum” zum römischen Reich. Der Ort befindet sich in der Region hinter der Rheingrenze und dient der Versorgung der Truppen in Mainz.
  • 234 entsteht in einer prachtvollen Villa im heutigen Schloßpark das Oceanusmosaik – einer der bemerkenswertesten Mosaikböden.
  • 4. Jahrhundert: im Zuge der Germanenstürme legen die Römer ein Kastell im Bereich des heutigen Schulzentrums Römerkastell an, die sog. Heidenmauer.
  • Zwischen dem 6. und 8. Jahrhundert, in fränkischer Zeit, wird das Römerkastell in eine Königspfalz umgewandelt. Ludwig der Fromme hält sich gelegentlich hier auf.
  • Zwischen dem 9. und 12. Jahrhundert verlagert sich der Stadtkern in die heutige Innenstadt, Altstadt (östlich der Nahe) und Neustadt (westlich der Nahe) entstehen.
  • Vom 13. bis 15. Jahrhundert sind die Grafen von Sponheim die Stadtherren.
  • 1206: Bau der Kauzenburg in der Neustadt.
  • Um 1250 entstehen eine Kapelle und später die Nikolauskirche als Teil eines Karmeliterklosters.
  • 1300: Bau der steinernen Pfeilerbrücken über die beiden Nahearme.
  • 1311 bis 1332: Bau der Pauluskirche auf der Insel an der Nahebrücke.

Neuzeit

  • Im 15. Jahrhundert stirbt das Geschlecht der Grafen von Sponheim aus. Die Pfalzgrafen, die Markgrafen von Baden und die Grafen von Velden teilen sich von nun an die Stadtherrschaft.
  • 1618-1649: Im Dreißigjährigen Krieg erobern und besetzen Spanier und Schweden die Stadt. Die Bevölkerung schrumpft auf ein Drittel.
  • 1689 zerstören französische Soldaten Ludwigs XIV. Neustadt, Kauzenburg und Pauluskirche.
  • Im 18. Jahrhundert sind die Pfalzgrafen von Simmern die alleinigen Stadtherren.
  • 1732: Bau der Salinen und Beginn der Salzerzeugung im Salinental.
  • Von 1798 bis 1814 gehört Kreuznach zu Frankreich.
  • Von 1815 bis 1945 gehört die Stadt zum Königreich Preußen.
  • Ab 1817 steigt die Stadt dank der Badekuren mit Salzquellen zum internationalen Kurort auf.
  • 1846: Bau des ersten Kurhauses und Entstehung des Kurviertels mit vielen Kurhäusern.
  • 1859: Bau der Rhein-Nahe-Eisenbahn.
  • Im 19. Jahrhundert entwickelt sich Kreuznach gleichzeitig zur Kurstadt und zum Gewerbezentrum.

20. Jahrhundert und Gegenwart

  • 1904 wird die Radonhaltigkeit der Solequellen entdeckt, 1912 der Radonstollen eingeweiht.
  • 1917/18 ist das Große Hauptquartier des Generalstabs im Kurgebiet untergebracht.
  • Zwischen 1920 und 1930 sowie zwischen 1945 und 1950 steht Kreuznach unter französischer Besatzung.
  • 1948: Bad Kreuznach wird Teil des neuen Landes Rheinland-Pfalz
  • Zwischen 1950 und 2000 sind bis zu 8.000 US-Soldaten mit Angehörigen in Kreuznach stationiert.
  • 1955: Wiederaufnahme des Kurbetriebs.
  • 1965: Ansiedlung der Firma Michelin.
  • 1969 werden die Stadtteile Winzenheim, Planig, Bosenheim und Ippesheim eingemeindet und schaffen neuen Wachstumsraum.
  • Ab 1970 wird der Osten von Bad Kreuznach als großes Gewerbegebiet erschlossen. Außerdem müssen im Zuge der Neustadtsanierung viele alte Gebäude weichen.
  • 1979: Bau des Thermalbads und der Karl-Aschoff-Klinik.
  • 2000 bis heute: Nach dem Abzug der amerikanischen Truppen werden die ehemaligen militärischen Liegenschaften umgenutzt.
  • 2000: Eröffnung der Saunalandschaft BÄDERHAUS.
  • 2002: Eröffnung des neuen Ambulanten Gesundheitszentrums und des Haus des Gastes mit Kleinkunstbühne.

Tourist-Information
im Haus das Gastes
Kurhausstraße 22–24
55543 Bad Kreuznach

Tel. 0671 83600-50
Fax 0671 83600-80
info@bad-kreuznach-tourist.de

Unsere Öffnungszeiten:
Von April bis Oktober
Mo–Fr 9 bis 17 Uhr
Sa 9 bis 16 Uhr
So 11 bis 16 Uhr

November bis März
Mo-Fr. 9 bis 16 Uhr

Bad Kreuznach erkunden

Unser Tipp: Lernen Sie die Facetten unserer Stadt bei einem der regelmäßig stattfindenden geführten Stadtrundgänge kennen. Viel Wissenswertes, Überraschendes und Unterhaltung sind garantiert. 


veranstaltungskalender
untenrechts