Groß-Gradierwerk im Salinental
Groß-Gradierwerk im Salinental

Was ist das Salinental?

Der Schüler Lennart Stoll erzählt es uns!

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Saisonende für die Salinen – Solezerstäuber bleibt in Betrieb

Blick in das Salinental mit Freibad, Gradierwerken, Sportstätten

Da  Saisonende für die Salinen: Sechs Gradierwerke im Salinental und das Gradierwerk im Kurpark Bad Münster am Stein haben in den letzten Tagen ihren Betrieb eingestellt. Insgesamt gehen damit 1,2 Kilometer lange Gradierwerke mit einer Gradierfläche von 19.200 Quadratmetern in Winterruhe. Der geringe Salzgehalt des Heilwassers bringt die Gefahr von Schäden in der Anlage bei Frostgefahr mit sich, deshalb müssen die Salinen still gelegt werden, bevor die ersten Fröste zu erwarten sind.
 
Auf die wohltuende Soleinhalation müssen Bürger und Gäste gleichwohl nicht ganz verzichten: Der im Jahr 1928 eingeweihte – in Deutschland einzigartige- Solezerstäuber im Kurpark Bad Kreuznach wird solange seinen Salznebel in die Umgebung sprühen, wie es die Witterung erlaubt. Und auch die Kleingradierwerke im Inhalationspark laufen erst einmal weiter.

-      Rechtzeitig zu Ostern 2015 soll das Heilwasser wieder an den Dornwändern herab rieseln, wenn es die Witterung im kommenden April erlaubt.

 

 

Gradierwerke im Salinental - freier Atem dank frischer Salzbrise

Erfrischende salzhaltige Luft ganz wie am Meer einatmen. Den wohltuenden Effekt für Atemwege, Bronchien und Haut genießen. Eine einzigartige Kulturlandschaft erleben. Ruhe und Erholung.  Das alles ist das Salinental.

Das Salinental zwischen Bad Kreuznach und Bad Münster bildet eine einzigartige und geschichtsträchtige Kulturlandschaft. Gradierwerke mit einer Gesamtlänge von 1,1 km, jedes Gradierwerk mit einer Höhe von 9 m, reihen sich aneinander. Diese gewaltigen Heckenwände, an denen Salzwasser herabrieselt (Sole) bilden Europas größtes Freiluftinhalatorium. Ein Spaziergang ist nicht nur gut für die Gesundheit, sondern auch ein Lehrpfad zur Geschichte der Salzgewinnung.

Hier, wo die Nahe sich durch ein beeindruckendes Bergmassiv windet, wurde bereits vor 400 Jahren Salz gewonnen. Im Nahetal gibt es zahlreiche Salzquellen. Die Sole hat einen Salzgehalt von etwa 1,5 %. Aus ihr gewann man 270 Jahre lang Salz. Dabei galt es, den Salzgehalt in der Sole bis auf 26 % zu steigern. Die Gradierwerke bildeten hierfür einen entscheidenden Zwischenschritt. Im 18. Jahrhundert erfand Freiherr von Beust das Verfahren der Tröpfelgradierung. Auf großen Gestellen mit Schwarzdornhecken rieselte die Sole herab. Durch die natürliche Verdunstung steigerte sich der Salzgehalt. Siebenmal wurde die Sole mit Wasserrädern heraufgepumpt und rann langsam hinab. Nach einer Woche konnte so ein Salzgehalt von 15 bis 20 Grad erreicht werden. Vom Gradierwerk kam die Sole dann in die Siederei, wo das Salz erzeugt wurde.

Heute kommt das salzhaltige Wasser aus einer 500 m tiefen Quelle im Salinental. Sie speist die Gradierwerke, das Freiluftinhalatorium im Kurpark mit dem Solezerstäuber, das Thermalbad und das Crucenia Gesundheitszentrum.

Das Salinental war ein Gesamtensemble der Salzproduktion. Triebwerkgräben, Wasserräder, Gradierwerke, Siederei und Arbeiterhäuser wurden über 100 Jahre zur Salzgewinnung genutzt. All das wäre längst verschwunden, wenn nicht der Arzt Prieger 1817 die Heilkraft der Salzquellen entdeckt hätte. Seitdem wird die Sole für Kuren genutzt. Sowohl als Inhalationskur als auch als Badekur hat das Heilmittel Sole vor allem bei rheumatischen Erkrankungen, Asthma oder Hautkrankheiten seine Bedeutung behalten.

Hier finden Sie das Salinental

Das Salinental liegt zwischen Bad Kreuznach und Bad Münster am Stein-Ebernburg an der B 48. Man parkt am besten an der Karlshalle oder direkt an der B 48, wenn man die Nahebrücke (Salinenstraße) von Bad Kreuznach aus überquert hat.

Solezerstäuber - Inhalatorium im Kurpark

Im Kurpark befindet sich ein Freiluftinhalatorium. Es besteht aus Deutschlands einigem Solezerstäuber, der Salznebeln in die Umgebung sprüht, und aus zwei insgesamt 50 Meter langen Gradierwerken. Hier inhaliert man wohltuende Luft und genießt den Blick auf die bezaubernde Flusslandschaft der Nahe.

Gradierwerk im Salinental

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