Presse zur Radontherapie

Die Radontherapie findet immer wieder Medieninteresse, dabei wird der medizinische Nutzen in der ärztlich überwachten Therapie deutlich vom Strahlenrisiko durch Radon unterschieden.

"Wer würde wohl freiwillig ein radioaktives Gas einatmen? Nun solche Menschen gibt es. Sie schwören auf das berüchtigte Edelgas Radon, das beim Zerfall von Uran entsteht; sie inhalieren es in tiefen Zügen. Die meisten Strahlengläubigen leiden an chronisch entzündlichen Krankheiten: Arthritis, Asthma, Schuppenflechte. Das Gas, so behaupten sie, lindere ihre Beschwerden für Monate. Deshalb legen sie sich in sprudelndes Radonwasser, wie es einzelne Heilbäder anbieten; in Bad Kreuznach gehen unerschrockene Kurgäste sogar in den Stollen einer aufgelassenen Quecksilbermine, angelockt von der radonhaltigen Luft im Berg. Sind diese Leute bei Trost? Jetzt zeigt sich: Die Geplagten haben recht, Radioaktivität ist gut für sie. Darauf lassen erste Befunde eines laufenden Großversuchs schließen. Forscher aus vier deutschen Instituten sind beteiligt. Die Leitung hat die Strahlenbiologin Claudia Fournier vom Helmhotzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt."

Manfred Dworschak
Spiegel 17 (April), 2016

Radonstollen ist Vorreiter in puncto Barrierefreiheit

"Wer in seiner Mobilität eingeschränkt ist, muss auch bei der Therapie auf Barrierefreiheit achten. Gut zu erreichen ist da der Radonstollen in Bad Kreuznach. Als europaweit erste Einrichtung dieser Art wurde er für seine Barrierefreiheit ausgezeichnet."

Matthias Wallenfels
Ärztezeitung 27.8.2015

"Es gibt sie doch, die gute Radioaktivität:
Einige haben Stöpsel im Ohr, andere lesen ein Buch, wieder andere dösen einfach nur. Knapp zwanzig Erwachsene im mehr oder weniger fortgeschrittenen Alter haben es sich auf Liegestühlen mit weißen Polstern bequem gemacht. Hinter ihnen und über ihnen natürlicher Fels, zum Teil von Folie verdeckt. Die Liegenden befinden sich im Rudolfstollen des Bad Kreuznacher Kauzenbergs. Die Luft, die sie einatmen, ist radioaktiv. In jedem Liter zerfallen pro Sekunde bis zu hundert Atome des Nuklids Radon-222 in energiereiche Alphateilchen und ebenfalls radioaktives Polonium-218. Das klingt nicht gesund. Doch genau wegen dieser zerfallenden Radon-Atome sind die Menschen hier. Die meisten von ihnen haben ein Rheumaleiden, viele Morbus Bechterew."

Karl Hübner
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 16.2.2013

BAD KREUZNACH. "Ob es Patienten mit Bechterew sind, mit Asthma oder mit Psoriasis: Tausende unterziehen sich allein in Deutschland jährlich einer Radonkur. Etwa in Bad Kreuznach. Der Kurort beging 2012 den 100. Geburtstag der Inhalationstherapie mit radonhaltiger Stollenluft - Anlass für eine Bestandsaufnahme. Klar ist: In puncto Radonkur gibt es noch manch' offene Frage, etwa zur Wirkweise. Von den Antworten hängt vielleicht die Zukunft dieser Anwendungen ab."

Karl Hübner
Ärztezeitung 7.1.2013

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